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Städtische und Bürgerhäuser

Häuser

Die alten zweistöckigen Holzbauten mit einer Trauflänge von 5 bis 7 Metern wurden sukzessiv, vorab zwischen etwa 1530 und 1630, in Stein erneuert, wobei in verschiedenen Strassenzügen hübsche nachgotisch gegliederte Fensterfronten entstanden. Anschliessend wurden in verschiedenen Häusern schöne Portale eingebaut. Ab etwa 1700 wurde eine Grosszahl der Wohnbauten um ein bis zwei Stockwerke erhöht und auch zu behäbigen Bürgerhäusern zusammengelegt, so an der Antonigasse, wo während der französischen Wirren ebenfalls Leute vom höchsten Adel abstiegen.

Das Rathaus, aus der alten „Stuba magna“ hervorgegangen, wurde um 1820 als klassischer Bürgerbau gestaltet und 1912 aufgestockt. Es birgt verschiedene kunstgeschichtlich interessante Schätze.

Der Muri-Amthof wurde noch vor 1400 vom Kloster Muri als Verwaltungssitz errichtet und zwischen 1550 und 1640 als Absteigequartier der Äbte (mit Kapelle) ausgebaut. Um 1900 erfolgte eine Erweiterung durch den heutigen, mächtigen, historisierenden Turm und den neugotischen Hallentrakt.

Ein weiterer charakteristischer Bau aus dieser Zeit ist das „Kornhaus“ an der Spiegelgasse, um 1690 errichtet, aber bis heute „der Neubau“ geblieben. Ab Schuljahr 2002/03 wird das Gebäude für schulische Zwecke genutzt.

Unter den vielen alten Tavernen stechen der „Engel“, die „Sonne“ und der „Hirschen“ (letzterer eingegangen) mit z.T. noch altem Baubestand hervor. In der städtischen Wasserversorgung ersetzten ab 1560 schöne Renaissancebrunnen die alten Tröge.